Das Glarner Hinterland ist das „Homeland“ von Ueli Bruppacher in Hätzingen, der ab 14.11. 2009 im Gartenflügel in Ziegelbrücke fotografische Arbeiten und Objekte zeigt. Dieses Land – hinten im Tal – mag manchem Stadtmenschen sehr eng und etwas „ab der Welt“ erscheinen. Für Ueli und manch andere kreative Köpfe und Hände ist es aber eben auch Heimat, nicht im kleinkarierten Sinne, sondern als Boden, auf dem ihre Inspiration gedeiht!

Der gelernte Goldschmied und Absolvent der Kunstgewerbeschule Zürich hat sich immer mehr an grössere Objekte gewagt, wovon auch das aufgetürmte Alteisen vor seiner Haustüre zeugt. Die daraus entstehenden Arbeiten sind meist nicht von einer einfachen Ästhetik, aber nie langweilig, oft geheimnisvoll. Immer wieder findet er aber auch zurück zu einer Art Urplastik, zum „Steinhaufen“, zu den aufgeschichteten Schieferplatten, die allein durch ihre natürliche Substanz ausstrahlen. Solche „Wegmale“ hat er vor Jahren im Kärpfgebiet in die alpine Landschaft gesetzt.  Heute findet er auch eine besondere Faszination in der dreidimensionalen Bewegung – immer wieder tauchen in seinen Arbeiten Helikopter und Unterseeboote auf, die beide scheinbar der Schwerkraft entschweben.

Doch in letzter Zeit wurden vor allem die fotografischen Arbeiten wichtig. Berge, die in ihre Elemente zerteilt und wieder zusammengesetzt werden, Landschaften, eben auch aus dem „Homeland“, deren Konturen man oft hinter dunkelm Glas nur ahnt, poetisch verfremdet. Ein Blick hinter die Kulissen dieses „Homelands“ im Glarner Hinterland lohnt sich!

Bericht Südostschweiz

Bericht Südostschweiz

Zurück